Joseph Wild
Joseph Wild geb. am 02.09.1901
war Sohn des Sägewerksbesitzers Josef Wild und ging mit 22 Jahren nach USA mit seinem Buder Rudi um die heimische Familie finanziell zu unterstützen.
Die Zeiten damals um 1923 waren für Bürger in einer Sackgasse geraten, nach der Währungsreform war das ersparte Geld nichts mehr wert, und es mussten andere Kanäle gefunden werden um in Deutschland eine Existenz aufzubauen.
So zogen Joseph und sein Bruder Rudi im selben Jahr nach USA.
Die Anfänge dort waren hart aber diesen Weg musste jeder Einwanderer gehen, der durch Ellis Island nach New York kam.
Nach 8 Jahren in der Ferne und sparsamen Lebensstils zog es die Brüder wieder nach Hause ins Lehel. Die Schulden dort waren getilgt und so konnte Joseph seinen Wunsch nach einer eigenen Bäckerei nachgehen.
Die Räume in der Schleißheimerstraße waren auch bald gefunden und als Frau an seiner Seite fand er Anna Keiler, die ihn bis in sein hohes Alter begleitete.
Vor dem 2. Weltkrieg zog die Familie in die Amalienstaße 41,nach dem Krieg ging es stetig aufwärts, die Bäckerei hatte regen Zulauf.
Joseph Wild und Ludwig Erhard
Konrad Adenauer, Joseph Wild und Luwig Erhard
Mit viel Engagement und Leistung profilierte er sich im Handwerk und Politik. Zuerst wurde er Handwerkspräsident von München und Oberbayern. Er erwarb das große Grundstück zum Aufbau der Handwerkskammer in der Max-Joseph-Str. und ließ die Handwerkskammer neu aufbauen.
Er wurde Stadtrat in München und Senator im Landtag und schließlich Präsident des Zentralverband des deutschen Handwerks.
Dieses Amt behielt er bis 1979.
Anfang der 60 er zog Joseph Wild nach Oberhaching.
Joseph und Anna Wild mit Familie an seinem 70sten Geburtstag in der Handwerkskammer, München
Danach zog er sich allmählich von seinen Ämtern zurück, immer in Gedanken an sein Handwerk und die Menschen, die ihn begleitet haben.
Im Juni 1993 ist er in Ruhe gestorben.
Die Joseph-Wild Straße im neuen Messegelände erinnert an seine Leistungen und wurde nach ihm benannt.
Präsent ist er auch auf den vielen Meisterbriefen in Handwerksbetrieben, die seine Unterschrift zeigen.
Das Lehel

